Freiheit, Einheit und Menschlichkeit – sie sind keine Selbstverständlichkeit. Aber sie sind möglich, wenn wir sie bewusst leben.
Anlass dafür waren gleich zwei besondere Ereignisse: 35 Jahre Deutsche Einheit und eine inspirierende Delegationsreise des Verbands der Unternehmerinnen in Deutschland (VdU) nach Montpellier, an der auch Annedore Linder, die Geschäftsführerin der anndora GmbH, teilnahm. Als Unternehmerin aus Halle an der Saale schaute sie über den Tellerrand hinaus und brachte die gewonnene Inspiration mit in ihr Unternehmen.
Beides verbindet ein starkes Motiv: Brücken zu bauen – zwischen Menschen, Ländern und Ideen.
#Montpellier ist Partnerstadt von Heidelberg.
Das Occitanie (https://de.wikipedia.org/wiki/Okzitanien_(Verwaltungsregion)
Hat starke gefestigte Kontakte zur IHK Leipzig. Insgesamt werden die Kontakte zu Okzitanien gestärkt und gefestigt.
Erinnerungen, die verbinden
Für Annedore Linder war diese Reise nicht nur beruflich, sondern auch persönlich bedeutsam.
Ihr Vater, Dr. Udo Kamm, hat 1990 als Parlamentarische Geschäftsführer der CDU/CSU Fraktion maßgeblich an der Gestaltung des historischen Übergangs der DDR in die BRD mitgewirkt.
Geboren in der DDR, erlebte sie eine Zeit, in der die Welt kleiner war, aber die Träume groß. Zusammenhalt, Bildung und Freundschaft über Grenzen hinweg prägten ihre Jugend.
Die Erinnerung an internationale Jugendbegegnungen, an Briefe, die ihren Weg in ferne Länder fanden, und an die stille Hoffnung, dass Begegnungen eines Tages freier und offener möglich sein würden, war einer ihrer größten Wünsche.
Mit dem VdU in Montpellier – eine Reise, die inspiriert
Im Rahmen der Internationalen Kommission des VdU (Verband der Unternehmerinnen in Deutschland) führte die Reise nach Montpellier, organisiert von Martina Bruns, die mit großem Engagement den deutsch-französischen Austausch zwischen Unternehmerinnen fördert.
Für Annedore Linder war es die erste Reise nach Montpellier und sie kehrte mit vielen inspirierenden Eindrücken zurück: von starken Frauen, außergewöhnlichen Lebenswegen und der gemeinsamen Vision, Wirtschaft und Menschlichkeit zu verbinden.in
Besondere Begegnungen – Frauen mit Mut, Vision und Tatkraft
Nach einer beeindruckenden Karriere im Leistungssport (Sportgymnastik) gründete Caroline ihr eigenes Label Lily Style, spezialisiert auf Kleidung für Athletinnen.
Heute leitet sie eine Modewerkstatt, in der sie maßgeschneiderte Outfits entwirft – mit derselben Disziplin, die sie als Sportlerin auszeichnete.
Ihre Geschichte zeigt, wie sich Leidenschaft und Präzision zu unternehmerischem Erfolg verbinden können.
Die Gründerinnen Nathalie und Géraldine, beide Apothekerinnen, haben ihre Liebe zu Kräutern und Naturheilkunde zum Geschäftsmodell gemacht.
In ihrer charmanten Boutique vereinen sie Gesundheit, Genuss und Wissenschaft mit handverlesenen Tees, Kräuterextrakten und Accessoires.
Ein wunderbares Beispiel dafür, wie Expertise und Kreativität Hand in Hand gehen.
Ein weiteres Highlight war der Besuch der ältesten medizinischen Fakultät Europas. Besonders beeindruckend: das Gespräch mit Isabelle Laffont, die als Dekanin über ihre Erfahrungen sprach. Ihr Satz
„Der größte Erfolg war nicht, zur Dekanin gewählt zu werden, sondern den Mut zu haben, mich der Wahl zu stellen.“
berührte viele Teilnehmerinnen und wurde zu einem Sinnbild für weibliche Stärke und Selbstvertrauen.
Mit Entschlossenheit und Ausdauer baute Sylvie Guiraudon auf unbewirtschaftetem Land ihr eigenes Weingut auf.
Sie sprach offen über die körperlichen Herausforderungen des Weinbaus und die Bedeutung von Teamarbeit:
„Erfolg basiert immer auf Zusammenarbeit. Allein kann man so ein Projekt nicht stemmen.“
Eine Begegnung, die deutlich machte, wie viel Mut und Gemeinschaft im Unternehmertum stecken.
Tag der Deutschen Einheit – gelebte deutsch-französische Freundschaft
Ein besonders bewegender Moment war die Rede zur deutsch-französischen Einheit am Tag der Deutschen Einheit.
Sie erinnerte daran, wie wichtig es ist, unsere gemeinsame Geschichte zu würdigen und wie stark unsere Länder durch Werte wie Freiheit, Respekt und Zusammenhalt verbunden sind.
Brücken bauen statt Mauern errichten
Diese Reise hat einmal mehr gezeigt: Freiheit, Einheit und Menschlichkeit entstehen durch Begegnungen.
Sie leben davon, dass Menschen sich austauschen, voneinander lernen und gemeinsam neue Wege gehen.
35 Jahre nach der Wiedervereinigung sind wir dankbar für alle Türen, die sich geöffnet haben und für jede Brücke, die wir mitgestalten dürfen.
Denn: Reisen verbindet. Einheit bewegt. Menschlichkeit trägt.